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Hinweise zum Start der Düngesaison 2020

Datum: 01.02.2020

Am 01.02.2020 endet die Sperrfrist zur Ausbringung von Wirtschaftsdüngern nach DÜV. Außerhalb von Wasserschutzgebieten und dem Nitratgebiet (Wutach Bonndorf, Stühlingen, Ühlingen-Birkendorf und Eggingen) gilt auf Grünland die Allgemeinverfügung zur Sperrfristverschiebung bis zum 14.02.2020.

Vor der Düngung ist eine Düngebedarfsberechnung auf Acker und Grünland für Stickstoff und Phosphat durchzuführen

  • alle Betriebe außerhalb Nitratgebieten über 20 ha, die auf mindestens einem Schlag >50 kg N/ha oder >30 kg P2O5/ha düngen (Entscheidungsbaum)
  • alle Betriebe innerhalb Nitratgebiet über 10 ha, die auf mindestens einem Schlag >50 kg N/ha oder >30 kg P2O5/ha düngen (Entscheidungsbaum Nitratgebiete)

Nmin-Untersuchung im Nitratgebiet und Problem- und Sanierungsgebieten

  • Betriebe im Nitratgebiet, deren Nährstoffbilanz einen Überschuß > + 40 kg N/ha aufweist sind verpflichtet auf allen Schlägen eine Bodenprobe zur Nmin-Untersuchung zu ziehen und die daraus resultierende Düngeempfehlung einzuhalten
  • In Problem- und Sanierungsgebieten ist die Messmethode zur Düngeberechnung auf Schlägen über 10a vorgeschrieben. Nach SchALVO müssen dabei für min. 50% der Schläge Messergebnisse vorliegen. Zusätzlich ergibt sich aus der Rechtsverordnung der Stühlinger Sanierungsgebiete eine Beprobungspflicht, da sie für alle Bewirtschafter eine 20 % Düngereduzierung vorschreibt.

Wirtschaftsdüngeruntersuchung

  • Betriebe im Nitratgebiet müssen mindestens einmal jährlich die anfallenden Wirtschaftsdünger auf ihre Nährstoffgehalte untersuchen lasssen, sofern der N-Anfall der jeweiligen WD mehr als 500 kg N je Jahr beträgt
  • Betriebe in Problem- und Sanierungsgebieten Außerhalb dem Nitratgebiet müssen ihre Wirtschaftsdünger mindestens alle 3 Jahre auf ihren Nitratgehalt untersuchen lassen.

Für Betriebe im Nitratgebiet, die im 3jährigen Mittel einen Kontrollwert von <35 kg N/ha aufweisen gelten die regulären Vorgaben nach der DÜV. Dies ist vor der ersten Düngung im Düngejahr durch Erstellung der Nährstoffvergleiche nachzuweisen (siehe Merkblatt VODüVGebiete). Die Regelungen der SchALVO sind davon nicht betroffen und gelten weiterhin.


DüV-Vorgaben ab 01.02.2020

  • Ausbringungstechnik auf bestelltem Boden (Acker): nur noch streifenförmig oder direkt
  • Harnstoff: Einarbeitungspflicht, alternativ mit Ureasehemmstoff

Generelles Aufbringungsverbot, wenn der Boden:

  • überschwemmt,
  • wassergesättigt,
  • gefroren und/oder
  • schneebedeckt ist

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