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Abholung Nmin-Proben

Datum: 07.05.2020

Nmin- Bodenproben zur Düngeberechnung

Nmin-Untersuchung im Nitratgebiet

Betriebe im Nitratgebiet, deren Nährstoffbilanz einen Überschuß > + 40 kg N/ha aufweist sind verpflichtet auf allen Schlägen eine Bodenprobe zur Nmin-Untersuchung zu ziehen und die daraus resultierende Düngeempfehlung einzuhalten.

Nach der SchALVO muss die Düngung nach der Messmethode im Frühjahr in Problem- und Sanierungsgebieten durchgeführt werden.

Bei einigen Kulturen (Tabelle) ist auf Schlägen über 10 a die N-Düngung nach der Messmethode vorgeschrieben. Dies bedeutet eine repräsentative Bodenprobenahme möglichst nahe zum Düngetermin, den Abzug des N-Vorrats bei der Düngeberechnung sowie die Düngung spätestens 2 Wochen nach dem Vorliegen des Messergebnisses (sonst ist eine erneute Probenahme nötig).

Zu Mais ist eine späte Nmin-Messung ab dem 4−Blatt-Stadium vorgeschrieben.

Die Messmethode ist in Problem- und Sanierungsgebieten auf Schlägen über 10 a vorgeschrieben (gilt auch im ökologischen Landbau)

  • zu Mais, Kartoffeln, Tabak, Hopfen
  • nach Kartoffeln und Vorfrüchten mit N-reichen Ernteresten (Leguminosen, Tabak, Gemüse, Rüben, Winterraps), sowie mehr als zweijährigem Wechselgrünland und mehrjähriger Stilllegung
  • Flächen mit mehrjähriger organischer Düngung und > 1,4 GV/ha

Ein Schlag oder eine Bewirtschaftungseinheit ist eine zusammenhängende Fläche eines Bewirtschafters, die einheitlich bewirtschaftet wird und mit derselben Kulturart bestellt ist. 

Die Messergebnisse können bei Schlägen, die räumlich nicht zusammenhängen, übertragen werden, wenn gleiche Standorteigenschaften und Bewirtschaftungsverhältnisse vorliegen. Nach der SchALVO müssen dabei für mindestens 50 % der jeweiligen Schläge Messergebnisse vorliegen. 

Standortnummern (Barcodes) und Probenbegleitzettel erhalten Sie beim Landwirtschaftsamt oder der ZG Stühlingen. Probenbegleitzettel können Sie sich auch unter Düngung herunterladen oder über www.duengung-bw.de eingeben.

Bohrstöcke und sonstige Probennahmematerialien können im Landwirtschaftsamt gegen eine Kaution von 50 € ausgeliehen werden. 

Die Proben können im Landwirtschaftsamt eingefroren werden.

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