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Rote Gebiete: Ermittlung N-Vorrat bei Mais

Datum: 08.05.2020

 

In Nitratgebieten nach § 13 Düngeverordnung (DüV), sogenannten „roten Gebieten“ ist nach § 3 Nr.2. der Verordnung der Landesregierung zu Anforderungen an die Düngung in bestimmten Gebieten zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigungen (VODüVGebiete) vor dem Aufbringen wesentlicher Mengen an Stickstoff der im Boden verfügbare Stickstoff durch Untersuchung repräsentativer Proben zu ermitteln. Diese Ergebnisse fließen vor der ersten Düngung in die Düngebedarfsermittlung ein.

Nach Anlage 1 Nr. 3.2 c) Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO) ist in Problem- und Sanierungsgebieten zu Mais die Messung des Nitratstickstoffvorrates im Boden frühestens zum 4-Blatt-Stadium durchzuführen („späte Nmin“).

Bei Problemgebieten nach SchALVO innerhalb von „roten Gebieten“ nach DüV sowie in Sanierungsgebieten nach SchALVO wären demnach beim Anbau von Mais zwei Proben zur Ermittlung des Nitratstickstoffgehaltes im Boden zu ziehen:

1. Vor der ersten Düngung (nach VODüVGebiete § 3 Nr. 2)

2. Im 4-6 Blattstadium des Mais (nach SchALVO „späte Nmin“)

Eine doppelte Probennahme zur Bestimmung des Nitratstickstoffgehaltes im Boden ist jedoch nicht zielführend. Auf Grund der fachlichen Vorzugswürdigkeit ist in diesen o. a. Gebieten die „späte Nmin“ zu Mais durchzuführen.

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